Page 52 - 45 Jahre CSU Neuching
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Chronik des CSU-Ortsverbandes Neuching
Man muss die Balance finden - Das Interview
Gespräch mit dem Bundestagskandidaten der CSU für den Wahlkreis 215, Dr. Max
Lehmer.
Dr. Max Lehmer, 58-jänriger Agrarwissenschaftler,
CSU-Gemeinderat in Neuching und technischer Leiter
Landwirtschaft bei der BASF, will für den Wahlkreis 215,
Erding/Ebersberg, in den Bundestag einziehen. Seine
Schwerpunkte sieht er in der Familienpolitik, der
Landwirtschaft und der Wirtschaft. Darüber hinaus gibt es in
beiden Landkreisen drängende Probleme, vor allem im
Verkehrsbereich. Über seine Meinung dazu sprach er mit
unserem Redaktionsmitglied Anna Brückner.
Herr Dr. Lehmer, begreifen Sie sich als
Heimatabgeordneter?
Lehmer: Heimatabgeordneter ist ein Begriff, den ich
mehr mit dem Landtag verbinde. Aber ich fühle mich
wirklich als Vertreter dieser Heimatregion, da zähle ich
Ebersberg gleichermaßen hinzu. Die Landkreise haben
sehr viel gemeinsam. Ich möchte den Bürgern das Gefühl
Dr. Max Lehmer: Die vermitteln, dass da einer aus der Heimat ist, der für ihre
Interessenvertretung von Erding und Nöte da ist und sie so gut wie möglich vertritt.
Ebersberg erfordert keinen Spagat
Wie werden Sie es mit der Präsenz in den beiden
Landkreisen halten?
Lehmer: Es ist wichtig, so oft wie möglich bei den Bürgern zu sein, das ist mein Ziel.
Aber ich mach mir da keine Illusionen. Das liegt nicht am Wollen, sondern vor allem am
Terminplan. In einem Parlamentsjahr gibt es an die 25 Wochen, an denen man verpflichtend
in Berlin sein muss, die Wochenenden nicht eingerechnet. Das ist die halbe Zeit des Jahres.
Trägt die Familie die Entscheidung mit? Ist sie stolz auf den Mann und Vater?
Lehmer: Ich hätte nicht ja gesagt, wenn meine Frau und meine überwiegend
erwachsenen Kinder dieses Vorhaben nicht gut geheißen hätte. Auch unser Jüngster mit 14
Jahren findet das "supercool".
Wie werden Sie Ihr Privatleben, gestalten, wenn Sie nach Berlin gehen?
Lehmer: Es wird Abstriche geben müssen. Das wissen aber alle Beteiligten und
verstehen das. Das hab ich in den vergangenen Wochen gespürt.
Was werden Sie in der Bundeshauptstadt am meisten vermissen?
Lehmer: Ich werde vor allen Dingen die Nähe zu den, Menschen vermissen, zu den
vielen Freunden, die wir in der Familie haben. Mir werden die vielen schönen Abende fehlen,
das weiß ich sicher. - Aber es werden sich in Berlin hoffentlich auch Kontakte ergeben.
Einige der 54 CSU-Abgeordneten in der Fraktion kenne ich bereits.
Was wollen Sie für die beiden Landkreise erreichen?.
Lehmer: Zunächst gilt es, auf Parteiebene die Ortsverbandsleute kennen zu lernen.
Vor allem in Ebersberg, das ist jetzt vorrangig. Ich muss möglichst schnell die
kommunalpolitischen Schwerpunkte erkennen. Vor allem die Probleme der Bevölkerung sind
wichtig. Wie ich das in Berlin umsetze, dafür hab noch kein Rezept,ich fange erst an mit der
Arbeit.
"Die Trasse ist zur Zeit politisch nicht verhandelbar" Lehmer zur A 94
© CSU-Ortsverband Neuching – zusammengestellt von Hans Markus Wellers -Stand 09/2020 - Seite 53 von 143

