Page 133 - 45 Jahre CSU Neuching
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Chronik des CSU-Ortsverbandes Neuching






                     Hans Peis: Kunst und
               Kochen statt Paragrafen und
               Projekte
                     Atelier statt Schreibtisch:
               Entspannen und der Kreativität
               freien Lauf lassen kann Hans Peis
               in seiner privaten Kunstwerkstatt.
               Das Malen ist seit vielen Jahren ein
               Hobby des scheidenden
               Rathauschefs. Und auch für Ehefrau
               Helga möchte er fortan mehr Zeit
               haben. ©Daniela Oldach
                     Lange Haare, bunte Hemden und ein Schäfermantel: Alteingesessene Bürger können
               sich bestimmt noch an die schrillen Outfits des jungen Hans Peis’ erinnern. „Ich habe nicht
               dem damaligen typischen Klischee eines Neuchinger Bauernbuben entsprochen“, erinnert
               sich der mittlerweile 68-Jährige lachend. Ob er dem typischen Klischee eines Bürgermeisters
               entsprochen hat, kann er nicht sagen. „Ich kann aber mit Fug und Recht behaupten, dass ich
               immer versucht habe, mein Bestes zu geben, und Toleranz und Respekt im Leben sehr
               wichtig sind“, sagt der Neuchinger Rathauschef, der heute seinen letzten Arbeitstag hat.
                     2002 wurde der Gerichtsvollzieher Nachfolger von Hans Brunhierl

                     18 Jahre lang stand Hans Peis an der Spitze der Gemeinde Neuching. 2002 wurde der
               Gerichtsvollzieher als Nachfolger von Hans Brunhierl gewählt. Dass er einmal Bürgermeister
               werden würde, daran hatte Peis früher nicht gedacht. „Eigentlich hat sich alles ergeben. Ich
               bin überall reingestolpert“, räumt Peis offen ein. Der Traum des jungen Peis’ war es
               eigentlich, Modedesign zu studieren. Doch den Besuch dieser Schule konnte sich die Familie
               nicht leisten. Und so machte er eine Ausbildung beim Amtsgericht, schlug die
               Beamtenlaufbahn ein und wurde später Gerichtsvollzieher.

                     1990 kandidierte Peis erstmals für den Gemeinderat
                      Auch auf der Theaterbühne ein
               gutes Team: 2012 spielte das Ehepaar
               Peis im Stück „Wer zoid, schafft o‘“ mit.
               ©Daniela Oldach[

                     1989 trat Peis in die CSU ein.
               Marianne Lehmer hatte ihn angesprochen,
               Max Lehmer dann angeworben. Bei den
               Kommunalwahlen 1990 kandidierte Peis
               erstmals für den Gemeinderat. „Dann
               kannst endlich mal gscheid daherreden“,
               kommentierten Ehefrau Helga und Sohn
               Alexander diese Entscheidung trocken. Mit
               den viertmeisten Stimmen schaffte der
               gebürtige Oberneuchinger auf Anhieb den
               Sprung ins Gremium. Fraktionszwang war
               für ihn ein jedoch ein Fremdwort. „Ich bin
               durchaus ein kritischer Geist und sage
               meine Meinung. Dafür wurde ich damals
               schon argwöhnisch beäugt“, blickt er
               zurück.




                         © CSU-Ortsverband Neuching – zusammengestellt von Hans Markus Wellers -Stand 09/2020 - Seite 134  von 143
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