Page 66 - 45 Jahre CSU Neuching
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Chronik des CSU-Ortsverbandes Neuching
Abschnitten eins bis vier - zwischen A 92 und Oberneuching - rollt der Verkehr bereits, den
sechsten Abschnitt von Markt Schwaben bis zur A 94 eröffnet Minister Herrmann
voraussichtlich am 9. September dieses Jahres.
Mit „dem Testen von Herrmanns Baggerfahrerqualitäten", so der Leiter des Staatlichen
Bauamtes Freising, Peter Weywadel, geht zugleich ein langer Kampf zu Ende. Betroffene
Grundstückseigentümer hatten den fünften Abschnitt anfangs sehr kritisch gesehen.
„Teilweise starke Betroffenheiten", wie es Landrat Martin Bayerstorfer, ausdrückte, habe es
gegeben. Es kam zu einem Planfeststellungsbeschluss, dem zwei Klagen folgten. Doch
diese wurden im Dezember vergangenen Jahres ausgesetzt. Man habe, so Bayerstorfer,
gemeinsam nach Auswegen gesucht und diese gefunden. „Ich weiß, dass es nicht immer die
optimalen Lösungen gewesen sind", gab er zu. Allerdings habe am Ende doch jeder die
„Notwendigkeit der Straße" erkannt.
Auf diese verwies auch Egner. Zwar sei für ihn der Eingriff in die Natur „kein schöner
Gedanke, und ich habe Achtung vor denjenigen, die das alte Bild und die alte Landschaft
erhalten wollten", so Egner. „Auf der anderen Seite ersticken wir am Verkehr." Durch seine
1793-Seelen-Gemeinde rollen derzeit täglich 11 000 Fahrzeuge auf einer für 2800
Fahrzeuge gebauten Straße. „Nach Fertigstellung der FTO rechnen wir mit 5000", so Egner.
„Immer noch zu viel, aber trotzdem für uns eine riesige Entlastung."
In diesem Zusammenhang gab Egner bekannt, dass die Ortsverbindungsstraße
zwischen Finsing und Ottenhofen beschlossen sei. „Wir werden nach Fertigstellung der FTO
die Baustraße übernehmen", so Egner. „Damit haben wir eine durchgängige Geh- und
Radwegeverbindung. Das ist etwas, was wir ohne FTO niemals geschafft hätten."
Quelle: Erdinger Anzeiger vom 23. Juli 2009 - VON ANGELIKA MAYR, Grafik: Ertl
Unternehmen stellt heimlich Mobilfunkmast auf
Neuching - einen Handy-Mast hat O2 aufgestellt, und Neuching hat nur durch einen
Zufall davon erfahren
Schon mehrfach war über das Aufstellen eines
Mobilfunkmasts durch das Unternehmen O2 im Suchkreis am
Kreuzberg (zwischen Nieder- und Oberneuching) diskutiert
worden. Bürger haben Unterschriften gegen dieses Vorhaben
gesammelt, die Gemeinde wollte den Mast verhindern und hat
andere Standorte vorgeschlagen (wir berichteten).
Jetzt steht der nicht genehmigungspflichtige Mast, und
Neuching hat nur durch einen Zufall davon erfahren. Das stoßt
dem Gemeinderat sauer auf. Der Mobilfunkpakt II, der auch
die Standortsuche unter der Mithilfe der Gemeinde vorsieht,
sei keinesfalls eingehalten worden.
„Wenn man einen Pakt macht, ist man auch irgendwo
Partner. Das ist keine Partnerschaft, das ist eine Sauerei“, Gerhard Kugler ist
entzürnte sich Gerhard Kugler in der Ratssitzung. das Lachen angesichts des
eigenmächtigen Mast-
Mehrere Schreiben hätte die Gemeinde geschrieben und Aufstellens vergangen
Alternativstandorte vorgeschlagen. Eine Antwort gab es jedoch
nicht.
Laut O2 sei es unüblich, die Ablehnung der Standorte zu begründen. Peis,
Vizebürgermeister Manfred Mittermaier und Verwaltungschef Willi Listl schlugen vor, den
Mast an das nördliche Ende des gepachteten Grundstücks zu verlegen, damit die Entfernung
zum nächsten Wohngebiet vergrößert werden kann. Dies soll jetzt geprüft werden. do
Quelle: merkur-online.de
© CSU-Ortsverband Neuching – zusammengestellt von Hans Markus Wellers -Stand 09/2020 - Seite 67 von 143

